
Die Schulversammlung ist das beschlussfassende Gremium der Schule. Sie tagt mindestens einmal pro Woche und besteht aus allen Schülern und allen Mitarbeitern. Die Teilnahme ist nicht verpflichtend, jedoch sind alle an der Schule Beteiligten an die beschlossenen Regeln und Entscheidungen gebunden.
Die Schulversammlung regelt alle Angelegenheiten der Schule. Dazu zählen die Regeln für das Zusammenleben in der Schule, das Aufstellen des Haushaltsentwurfs, die Entscheidung, welche Lernbegleiter an der Schule tätig sein dürfen, Beschlüsse über Neuanschaffungen, die gesamte Schule betreffende Unternehmungen und alles andere in der Kompetenz der Schule liegende.
In einem demokratischen Verfahren werden neue Schulgesetze verabschiedet, aber auch alte, nicht mehr sinnvolle gestrichen. Jeder Schüler und jeder Lernbegleiter hat dabei eine Stimme. Hier erfahren die Beteiligten, dass Gesetze vorrangig die Aufgabe haben, das Zusammenleben bestmöglich zu regeln, ohne dabei unveränderbar bleiben zu müssen. Im Gegenteil, sie reflektieren den dynamischen Aspekt des Lebens und sollten immer zuvorderst den Menschen dienlich und nicht hinderlich sein.
Die Schulversammlung kann Aufgaben und Befugnisse an einzelne Mitglieder oder kleine Gruppen delegieren, indem sie Zuständige benennt und Ausschüsse gründet.
Eine Sudbury-Schule ist alles andere als eine „Schule ohne Regeln“. Allerdings werden die Regeln von der Schulversammlung diskutiert und auf demokratische Weise beschlossen. Wenn Regeln und Bestimmungen von Schülern mit festgelegt und getragen werden, werden sie weitaus bereitwilliger befolgt. (Auszug Konzept Sudbury München)


Schüler aller Alterstufen kommen zusammen, manche verlassen den Raum nach einem Top, andere kommen während der Schulversammlung für ein bestimmtes Anliegen dazu. Der großer Teil der Schulgemeinschaft verbringt einige Stunden gemeinsam damit, sich um die Belange der Schule zu kümmern. Jüngere Kinder wachsen auf ganz unterschiedlichste Art und Weise in diese Form der Demokratie hinein. Die meisten sind jedoch weniger interessiert und verbringen ihre Zeit außerhalb oder ruhen sich innerhalb der Runde aus.
