„Ich kam mit 15 Jahren auf diese Schule. Ich war sehr wütend, ich habe die ganze Welt für meine Probleme beschuldigt und ich hasste die Erwachsenen. Ich kam also an diese Schule als ein sehr verärgerter Teenager. Nach einer gewissen Zeit habe ich verstanden, dass ich für mein Leben verantwortlich bin.
Wenn ich möchte, dass mein Leben anders ist, dann muss ich mich bemühen, es anders zu gestalten, es besser zu gestalten und aufhören andere Menschen für meine Probleme zu beschuldigen. Das verfolgt mich bis heute. Diese Schule hat mein Leben komplett verändert. Ich bin heute nicht mehr wütend auf die Welt, ich würde sagen, dass ich grundsätzlich sehr glücklich bin. Wenn mich etwas frustriert, dann verändere ich die Situation.
Hauptsächlich hat mir die Schule aber noch etwas anderes gegeben. Sie gab mir eine Familie, diese Gemeinschaft ist meine Familie und sie ist immer noch mein zu Hause. Das war das, was ich persönlich gebraucht habe. Ich brauchte die Wärme, die Liebe und das Gefühl, Teil von etwas zu sein, was größer ist, als du selbst. (Absolventin Sudbury Jerusalem)
„Ich denke selbst sehr viel darüber nach, das ist eine große Frage. Und das ist u.a. auch was mir die Schule gegeben hat, dass ich mir Gedanken über Bildung mache. Ich hatte für mich so tiefe reiche Erfahrungen an der Schule, dass ich noch heute als Absolvent mich immer wieder damit beschäftige. Ich stell mir die Frage, was bedeutet eigentlich wirklich diese Schule? Manchmal ist es sehr klar. Es bedeutet Kindern zu vertrauen, dass sie lernen sich selbst zu organisieren, selbstbestimmt ihr Lernen zu gestalten und dass man herausfinden kann, wer man ist und was man kann. Auf der anderen Seite bringt es all die Fragen über Bildung hoch? Diese Schulform bricht so die Norm, dass du dir eine Menge Fragen stellst. Und es ist gut, sich diese Fragen zu stellen. (Absolvent Sudbury Jerusalem)
