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“Eine demokratische Schule ist zuallererst ein Ort, an dem Kinder sich nicht bedroht fühlen, sie sich gut aufgehoben und frei fühlen.”
Kelly Sappir, Schülerin, Sudbury School, Jerusalem

Sudbury-Schulen sind demokratische Schulen, die nach dem sogenannten Sudbury-Modell arbeiten. Benannt sind sie nach der Sudbury Valley School, die 1968 in Framingham (Massachusetts) gegründet wurde.
Derzeit gibt es über 35 Sudbury-Schulen weltweit. Schulen und aktive Gründungsgruppen in Deutschland existieren mittlerweile in Berlin, Hamburg, München, Nürnberg, Oldenburg, Düsseldorf und Erlangen.
An demokratischen Schulen ist man überzeugt, dass Kinder und Jugendliche am effektivsten lernen, wenn sie über ihr Lernen vollständig selbst bestimmen können. Kinder sind von Natur aus neugierig. Sie wollen lernen und die Welt, in der sie leben, begreifen und sich in ihr zurechtfinden. Freudebringendes Lernen braucht ein Umfeld, in welchem der Mensch frei von Angst und Druck seinen eigenen Interessen folgen kann, seine eigenen Wege geht, Erfahrungen sammelt, Fehler machen darf und dabei aus ihnen lernt.
Neben der freien Selbstentfaltung werden den Schülern Mitbestimmungsrechte zugestanden. An demokratischen Schulen finden Schulversammlungen statt, in denen alle Mitglieder der Gemeinschaft gleiches Stimmrecht haben, unabhängig von Alter und Position. Mitarbeiter und Schüler entscheiden gemeinsam über alle schulrelevanten Belange, z.B. Schulregeln, Projekte, Personal- und Haushaltsfragen.
Sudbury-Schulen ermöglichen den Schülern, ihre Persönlichkeit, ihre Talente und Begabungen frei zu entfalten und die Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen. Das gleichberechtigte Miteinander fördert Toleranz und Aufgeschlossenheit und ermutigt junge Menschen, sich aktiv an demokratischen Prozessen zu beteiligen. Demokratie ist kein Unterrichtsfach, sondern täglich gelebte Praxis.
-> ausführliches Pädagogisches Konzept der Sudbury Schule München (PDF) |